iOS, Android, Windows mit VPN-Server Verbinden – Tutorial

Ich erkläre euch in diesem Tutorial, wie man ein iOS, Android oder Windows Gerät mit einem VPN-Server verbindet.

Als Server verwende ich eine Synology DiskStation, aber dieses Tutorial eignet sich auch für die meisten anderen VPN-Server. Wie man mit einer Synology DiskStation einen VPN-Server einrichtet, habe ich hier erklärt: Synology DiskStation – VPN Server einrichten – Tutorial

 

 

OpenVPN mit iOS nutzen

Um mit einem iOS Gerät auf einen OpenVPN-Server zugreifen zu können, benötigt man die App „OpenVPN Connect“. Diese kann man bei iTunes herunterladen:
https://itunes.apple.com/de/app/openvpn-connect/id590379981?mt=8

Auf der Startseite der App findet man die Möglichkeit, sich bei einem „OpenVPN Access Server“ anzumelden. Ansonsten kann man eine .ovpn Konfigurationsdatei per E-Mail empfangen und mit der App öffnen.

Um auf den OpenVPN-Server zuzugreifen, den man auf der Synology DiskStation eingerichtet hat, sendet man sich die exportierte und angepasste VPNConfig.ovpn per E-Mail an sein iOS-Gerät. Man kann die Datei auch anders auf das Gerät übertragen, zum Beispiel mit der DS file App. Dann öffnet man die Datei und wählt „Nach OpenVPN kopieren“ aus. Es öffnet sich die OpenVPN-App und es erscheint dort ein neues Profil. Dort klickt man nun das grüne Plus an. Man kann dort den Benutzernamen und das Passwort eingeben und sich dadurch an dem VPN-Server anmelden.

Es erscheint die Frage, ob man OpenVPN das starten einer VPN-Verbindung erlauben möchte. Diese Frage muss man mit „Ja“ bestätigen, sonst kann keine Verbindung hergestellt werden.

 

 

PPTP und L2TP, IPSec mit iOS nutzen

Um ein iOS Gerät mit einem VPN-Server zu verbinden, öffnet man zuerst die Einstellungen auf dem Gerät. Dort findet man unter „Allgemein“ die „VPN“ Einstellungen. Wenn man dort auf „VPN hinzufügen“ drückt, kann man die Daten des VPN-Servers eingeben.

Um sich mit einem L2TP/IPSec Server zu verbinden, den man auf einer DiskStation eingerichtet hat, muss man die Verbindung mit L2TP herstellen.

Ab iOS 10 kann man keine Verbindung mehr mit einem PPTP-Server herstellen.

 

 

OpenVPN mit Windows nutzen

Um mit Windows auf einen OpenVPN-Server zuzugreifen, benötigt man die OpenVPN-Software, die man auf dieser Seite herunterladen kann:
http://openvpn.net/index.php/open-source/downloads.html

Dort sind mehrere Installer verfügbar. Wenn man Windows XP hat, lädt man sich den Installer für Windows XP herunter. Ansonsten lädt man sich den Installer für Windows Vista und neuer herunter. Um zu sehen, ob man ein 32-bit oder ein 64-bit Betriebssystem hat, öffnet man die Systemsteuerung und klickt dort auf „System und Sicherheit“, dann auf „System“. Dort steht der Systemtyp.

Nachdem man den passenden Installer heruntergeladen hat, muss man das Programm installieren. Nach der Installation verschiebt man die Konfigurationsdatei (VPNConfig.ovpn) in den Ordner „config“, welcher sich im Installationsverzeichnis befindet. Standardmäßig ist das der Pfad C:\Program Files\OpenVPN\config\.

Dann startet man die OpenVPN GUI. In der Taskleiste findet man im rechten Bereich das Symbol von OpenVPN. Mit einem Doppelklick auf das Symbol öffnet sich ein Fenster, in dem man sich anmelden kann. Dort gibt man den Benutzernamen und das Passwort ein, das man auf dem VPN-Server hat. Wenn die Verbindung hergestellt wurde, kann man das Fenster schließen. OpenVPN läuft im Hintergrund weiter. Wenn man OpenVPN beenden möchte, klickt man mit der rechten Maustaste auf das Symbol in der Taskleiste und klickt dort auf „Beenden“.

 

 

PPTP und L2TP, IPSec mit Windows nutzen

Um Windows mit einem VPN-Server zu verbinden, öffnet man die Systemsteuerung und klickt dort im Bereich „Netzwerk und Internet“ auf „Netzwerkstatus und -aufgaben anzeigen“. Dort klickt man auf „Neue Verbindung oder neues Netzwerk einrichten“. Als Verbindungsoption wählt man „Verbindung mit einem Arbeitsplatz herstellen“ aus und klickt auf „Weiter“. Dann klickt man auf „Die Internetverbindung (VPN) verwenden“.

Nun gibt man die Adresse des Servers ein, hinter der Adresse macht man einen Doppelpunkt und gibt den Port ein. Beispiel: „192.168.1.2:1723“. Man kann auch die Domain der DiskStation mit dem Port angeben.

PPTP verwendet den Port 1723 TCP, OpenVPN verwendet 1194 UDP und L2TP/IPSec verwendet den Port 1701. Wenn man einen anderen Port für den Server konfiguriert hat, muss man den verwenden.

Dann klickt man auf „Erstellen“. Die Verbindung findet man, indem man im Netzwerk- und Freigabecenter auf „Adaptereinstellungen ändern“ klickt. Dort kann man die Verbindung bearbeiten, aktivieren, deaktivieren und löschen.

 

 

OpenVPN mit Android nutzen

Um ein Android-Gerät mit einem OpenVPN-Server zu verbinden, benötigt man die OpenVPN Connect App. Diese kann man auf dieser Seite herunterladen:
https://play.google.com/store/apps/details?id=net.openvpn.openvpn&hl=de

Nach dem Öffnen der App öffnet man das Menü und drückt auf „Import“. Es erscheinen mehrere Möglichkeiten, ein Profil zu importieren.

Um das Android-Gerät mit dem VPN-Server auf der DiskStation zu verbinden, muss man zuerst die Datei auf das Gerät kopieren. Das kann man zum Beispiel über ein USB-Kabel, per E-Mail oder mit der DS file App machen. Dann wählt man in der OpenVPN App „Import Profile from SD card“ aus und wählt die Konfigurationsdatei aus. Downloads aus der DS file App befinden sich standardmäßig im Ordner „DSfile“.

Wenn man die Datei ausgewählt hat und die Auswahl mit „Select“ bestätigt hat, kann man den Benutzername und das Passwort eingeben. Wenn man die Eingabe mit „Connect“ bestätigt, erscheint eine Sicherheitsabfrage. Diese muss man bestätigen, damit die App eine Verbindung herstellen kann. Es erscheint eine weitere Sicherheitsabfrage, die man mit „Continue“ bestätigen muss, um eine Verbindung mit dem Server herzustellen.

 

 

PPTP und L2TP, IPSec mit Android nutzen

In den Einstellungen von Android findet man die Möglichkeit, eine Verbindung mit einem VPN-Server herzustellen. Bei einem Samsung Galaxy S3 findet man diese Einstellungen im Bereich „Netzwerkverbindungen“ unter „Weitere Einstellungen“. Möglicherweise wird man aufgefordert, vorher eine PIN, ein Passwort oder ein Entsperrungsmuster einzurichten.

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