Windows 10 als Home Server – Teil 2 – Hyper-V und virtuelle Maschine einrichten

In Windows 10 Pro ist Hyper-V bereits enthalten, es muss allerdings zuerst aktiviert werden. Dazu geht man in die Systemsteuerung, dort klickt man dann auf „Programme“ und dann auf „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“. Jetzt sucht man nach „Hyper-V“ und setzt dort das Häkchen. Wenn man dann auf „OK“ klickt, wird Hyper-V installiert. Eventuell muss man den PC neu starten, dann findet man in der Windows-Suche den „Hyper-V-Manager“.

Nun kann man eine virtuelle Maschine erstellen, dazu öffnet man den Hyper-V-Manager und klickt bei den „Aktionen“ auf „Neu“ und wählt „virtueller Computer…“ aus. Danach kann man eine virtuelle Maschine erstellen, indem man die folgenden Schritte ausführt:

  1. Die erste Seite „Vorbemerkung“ kann man überspringen.
  2. Geben Sie den Namen des PCs ein, dieser wird später im Hyper-V-Manager angezeigt. Dann ändern sie bei Bedarf den Speicherort, indem Sie auf das Häkchen klicken und den Pfad eingeben.
  3. Wählen Sie nun „Generation2“ aus, falls Windows 8 oder besser vorhanden ist. Dadurch erhalten Sie weitere Funktionen, wie z.B. PXE-Start, sicherer Start und eine Unterstützung der UEFI-Firmware.
  4. Geben Sie ein, wie viel Arbeitsspeicher die virtuelle Maschine mindestens haben soll und wählen sie „dynamisch“ aus, damit die Maschine mehr Arbeitsspeicher hat, falls Sie mal mehr braucht. Dies kann man später noch nachträglich ändern.
  5. Wählen Sie „Nicht Verbunden“ aus. Die Verbindung werden wir nachträglich einrichten.
  6. Wählen Sie „virtuelle Festplatte später zuordnen“ aus und klicken Sie anschließend auf „Fertigstellen“.

Gehen Sie nun wieder auf die „Aktionen“ und wählen Sie „Manager für virtuelle Switches…“ aus. Klicken Sie auf „Neuer virtueller Netzwerkswitch“, wählen Sie „Extern“ aus und klicken Sie auf „Virtuellen Switch erstellen“. Nun geben Sie den Namen des neuen virtuellen Switches ein, z.B. „Internet“. Wählen Sie dann die Netzwerkkarte aus, die von den virtuellen PCs zum Zugriff auf das Internet verwendet werden soll. Setzen Sie das Häkchen bei „Gemeinsames Verwenden diese Netzwerkadapter für das Verwaltungsbetriebssystem zulassen“, falls dies noch nicht automatisch gesetzt wurde, um die Netzwerkkarte weiterhin auf dem richtigen PC zu verwenden.

Wählen Sie nun die virtuelle Maschine aus und klicken sie auf „Einstellungen“. Um den Arbeitsspeicher zu ändern und die maximale RAM einzutragen, wählen sie „Arbeitsspeicher“ aus, bestimmen Sie dort den maximalen RAM und schließen sie dies mit „anwenden“ ab.

Klicken Sie auf „Netzwerkkarte“ und wählen Sie die externe Verbindung, die sie erstellt haben, unter „Virtueller Switch“ aus. Nun haben Sie die Möglichkeit, die minimale und maximale Bandbreite einzugeben, indem Sie das Häkchen bei „Bandbreitenverwaltung aktiveren“ setzen.

Sie können eine neue Festplatte hinzufügen, indem Sie auf „SCSI-Controller“ klicken und dort „Festplatte“ auswählen. Klicken Sie nun auf „Hinzufügen“. Es erscheinen neue Optionen, bei denen sie eine neue virtuelle Festplatte erstellen können, indem Sie auf „Neu“ klicken. Auch hier können Sie die Seite mit den Vorbemerkungen überspringen. Wählen Sie „Dynamisch erweiterbar“ aus. Wenn Sie „Feste Größe“ auswählen, wird auf ihrer Festplatte der Speicherplatz belegt, der für die virtuelle Festplatte reserviert ist. Mit „Dynamisch erweiterbar“ wird nur der Platz belegt, der genutzt wird. Klicken Sie auf „Weiter“ und geben Sie der Festplattendatei einen Namen. Sie können dort auch den Pfad der Datei ändern. Klicken Sie erneut auf „Weiter“, um die Größe der Festplatte anzugeben. Danach können Sie die virtuelle Festplatte mit einem Klick auf „Fertig stellen“ erstellen.

Klicken Sie als nächstes auf Prozessor. Dort können Sie die Anzahl der virtuellen Prozessoren auswählen und die Ressourcen verwalten. Die Anzahl der virtuellen Prozessoren ist auf die Anzahl der Prozessorkerne begrenzt, die sich in ihrem PC befinden. Mit der „Reserve für virtuellen Computer“ können Sie eine bestimmte Anzahl an Leistung für den virtuellen Computer reservieren. Sie können mit „Grenze für virtuellen Computer“ die nutzbare Leistung für den virtuellen Computer beschränken.

Jetzt wollen wir eine RemoteFX Grafikkarte hinzufügen, um für unsere virtuelle Maschine eine gute Grafikleistung zu haben. Dazu klicken wir auf „Hardware hinzufügen“ und wählen „RemoteFX-3D-Grafikkarte“ aus. Man muss allerdings beachten, dass das eventuell nicht mit jeder Grafikkarte verfügbar ist. Als nächstes klickt man auf „Hinzufügen“, danach wählen wir die Grafikkarte aus. Jetzt erscheinen einige Einstellungen, die man verändern kann. Das ist die maximale Anzahl von Monitoren, die maximale Auflösung und der Videospeicher. Unsere Grafikkarte besitzt 2GB Videospeicher, aber wir können nur 1GB für unsere virtuelle Maschine benutzen.

Um Windows auf der virtuellen Maschine zu installieren, wird eine Imagedatei der Installations-DVD benötigt. Um diese Datei einzubinden, bleiben wir in den Einstellungen und klicken auf „DVD-Laufwerk“, wo wir dann „Imagedatei“ auswählen und den Pfad zu unserer Imagedatei angeben.

 

Hier geht es weiter:

Teil 3 – Remotedesktop für mehrere virtuelle Maschinen

 

Außerdem gibt es hier auch alle anderen Teile:

Teil 1 – Einleitung

Teil 2 – Hyper-V und virtuelle Maschine einrichten

Teil 3 – Remotedesktop für mehrere virtuelle Maschinen

Teil 4 – Leistung von Hyper-V und RemoteFX

Teil 5 – Sicherheit von Windows 10 verbessern

Teil 6 – Speicherpool einrichten

Teil 7 – Benutzer und Zugriffsrechte verwalten

Teil 8 – FTP-Server einrichten

Teil 9 – FTP-Server benutzen

Teil 10 – Energie sparen

Teil 11 – Das Ergebnis

 

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