Windows 10 als Home Server – Teil 5 – Sicherheit von Windows 10 verbessern

Wir wollen auf unserem Windows 10 Home Server viele Dateien speichern, auch wichtige und private Dateien. Es ist deshalb sehr wichtig, auch auf Sicherheit zu achten.

Zuerst überprüfen wir alles, was in der Firewall freigegeben ist. Sind dort irgendwelche Regeln aktiviert, die man nicht benötigt, sollte man diese deaktivieren. Das macht man, indem man in der Windows-Suche im Startmenü nach „Firewall“ sucht und dann die „Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit“ öffnet. Jetzt kann man die eingehenden und ausgehenden Regeln überprüfen. Eine Regel deaktiviert man, indem man mit der rechten Maustaste auf die Regel klickt und dann „Regel deaktivieren“ anklickt. Außerdem sollte man überprüfen, ob die Firewall richtig eingestellt ist. Dazu öffnet man die Systemsteuerung und klickt auf „System und Sicherheit“ und dann auf „Windows-Firewall“. Wenn alles grün ist, sollte alles in Ordnung sein. Wenn eine Sicherheitssoftware mit Firewall benutzt wird, könnte dort eine Meldung erscheinen, in der steht, dass eine andere Software diese Einstellungen verwaltet. Diese Meldung ist kein Sicherheitsproblem, wenn eine andere Sicherheitssoftware mit Firewall installiert ist. Wenn man ein ganz sicheres System haben möchte, kann man im linken Bereich auf „Benachrichtigungseinstellungen ändern“ klicken. Dort gibt es die Option „Alle eingehenden Verbindungen blockieren, einschließlich der in der Liste zugelassenen Apps“, welche allerdings auch zu Problemen führen könnte, wenn eine Verbindung notwendig ist. Wir aktivieren diese Option deshalb nicht.

Es ist für eine gute Sicherheit sehr wichtig, dass man ein Antiviren-Programm verwendet. Man kann sich ein Programm kaufen, allerdings ist in Windows 10 der Windows Defender enthalten, welcher bereits einen ausreichenden Schutz bietet. Der Windows Defender ist ein vollwertiges, kostenloses Antiviren-Programm, weshalb wir dieses für unseren Windows 10 Home Server verwenden. Um den Windows Defender einzustellen, sucht man im Startmenü einfach nach dem Windows Defender und öffnet diesen. Oben im Fenster sollte man den Text „PC-Status: Geschützt“ lesen können. Sollte es Probleme geben, wird das dort angezeigt und man sollte die Probleme beheben. Oben rechts findet man die Einstellungen. Dort sollte auf jeden Fall der Echtzeitschutz aktiviert sein. Um unser System zu sichern, haben wir auch die Optionen „Cloudbasierter Schutz“ und „Automatische Übermittlung von Beispielen“ aktiviert. Man sollte allerdings beachten, dass dafür Daten an Microsoft gesendet werden.

Wenn eine andere Sicherheitssoftware verwendet wird, ist der Windows Defender deaktiviert und kann nicht geöffnet werden.

Zu Sicherheit gehört auch das Sichern der Daten. Da wir dafür die Cloud benutzen, werden wir das nicht benötigen, aber wir möchten euch in diesem Beitrag trotzdem die zwei Möglichkeiten zeigen, die Windows anbietet. In der Systemsteuerung findet man nach einem Klick auf „System und Sicherheit“ die beiden Funktionen „Dateiversionsverlauf“ und „Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)“. Wie man es an dem Namen schon erkennen kann, ist die Sicherung von Windows 7 auch in Windows 10 enthalten. Damit kann man das ganze System ganz einfach sichern. Es lässt sich auch ein Zeitplan für die Sicherung erstellen. Als Sicherungsziel lässt sich auch ein Netzwerkpfad auswählen, so kann man seinen PC auf dem NAS Sichern.  Das funktioniert auch mit dem Dateiversionsverlauf, mit dem allerdings nicht das komplette System gesichert wird. Der Dateiversionsverlauf sichert die Windows-Bibliotheken, also z.B. die Ordner Fotos, Videos, Musik und den Desktop von jedem Benutzer. Wenn man einen Ordner nicht sichern möchte, kann man diesen ausschließen. Und wenn man einen Ordner sichern will, dann kann man diesen zu einer Bibliothek hinzufügen. Dazu klickt man mit rechts auf den Ordner und wählt dort bei „In Bibliothek aufnehmen“ eine Bibliothek aus. Der Dateiversionsverlauf sichert Jede Stunde alle zu Sichernden Dateien. Es werden allerdings nur Dateien gesichert, die sich verändert haben, da ein erneutes sichern sonst sinnlos wäre. Die Häufigkeit der Sicherung und die Zeit, in der die Sicherungen aufbewahrt werden, lassen sich in den Einstellungen vom Dateiversionsverlauf verändern. Wenn man eine Datei wiederherstellen möchte kann man einfach in den Ordner gehen, in dem die Datei war. Dort klickt man dann oben im Menü auf „Verlauf“ und wählt die Datei aus. Es sind eventuell sogar verschiedene Versionen vorhanden. Man kann auch eine ältere Version einer z.B. unbeabsichtigt veränderten Datei wiederherstellen.

Ein weiterer Vorschlag von uns, um ein Windows System sicher zu halten ist, nicht einfach alle Programme aus dem Internet zu installieren. Es könnte jederzeit ein Virus in einem Programm sein, auch wenn ein Antiviren-Programm vorhanden ist. Dieses könnte die schädliche Datei nämlich übersehen. Außerdem sollte man immer die neusten Updates von Windows und von Programmen installieren, denn es könnten dadurch Sicherheitsprobleme behoben werden. Es ist auch sinnvoll, ein sicheres Passwort zu verwenden. Wenn es mehrere Benutzer gibt, sollten alle ein sicheres Passwort haben, besonders wichtig ist das, wenn der Zugriff von außen möglich ist. In Windows 10 hat man die Möglichkeit, seine Festplatten zu verschlüsseln. Das kann man machen, allerdings muss man dann auf jeden Fall an verschiedenen Orten den Wiederherstellungsschlüssel aufbewahren. Eine Verschlüsselung kann sehr gefährlich sein, denn die Daten sind verloren, wenn man den Schlüssel verliert. Eine Festplatte kann man verschlüsseln, indem man diese im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste anklickt und dann auf „BitLocker aktivieren“ klickt.

 

Hier geht es weiter:

Teil 6 – Speicherpool einrichten

 

Außerdem gibt es hier auch alle anderen Teile:

Teil 1 – Einleitung

Teil 2 – Hyper-V und virtuelle Maschine einrichten

Teil 3 – Remotedesktop für mehrere virtuelle Maschinen

Teil 4 – Leistung von Hyper-V und RemoteFX

Teil 5 – Sicherheit von Windows 10 verbessern

Teil 6 – Speicherpool einrichten

Teil 7 – Benutzer und Zugriffsrechte verwalten

Teil 8 – FTP-Server einrichten

Teil 9 – FTP-Server benutzen

Teil 10 – Energie sparen

Teil 11 – Das Ergebnis

 

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