Windows 10 als Home Server – Teil 6 – Speicherpool einrichten

Wir nutzen die beiden 500GB Festplatten zum Erstellen unseres ersten Datenpools. Der Datenpool, den wir erstellen, wird 1TB groß sein und keine Datensicherheit haben. Dann werden wir diesen Datenpool erweitern und auch Speicherplätze mit erhöhter Datensicherheit einrichten.

Fangen wir an, unseren ersten Datenpool einzurichten. Dazu öffnen wir die Systemsteuerung und klicken zuerst auf „System und Sicherheit“, dann auf „Speicherplätze“. Jetzt klicken wir auf „Neuen Pool und Speicherplatz erstellen“. Als nächstes wählen wir die Festplatten aus, die wir verwenden möchten. Achtung: Alle Daten dieser Festplatten werden gelöscht!
Mit einem Klick auf „Pool erstellen“ wird der Pool erstellt. Als nächstes kann man einen Speicherplatz auf diesem Pool erstellen. Dem Speicherplatz kann man einen beliebigen Namen geben und ihm einen Laufwerksbuchstaben zuweisen. Als Dateisystem verwenden wir das Dateisystem „NTFS“, weil wir den Resilienztyp „Einfach“ benutzen möchten, bei dem man nur NTFS verwenden kann. Wir vergeben dem Speicherplatz 900GB, das ist weniger, als verfügbar ist. Man kann auch mehr vergeben, als verfügbar ist. Windows wird zu wenig Speicherplatz früh genug melden. Beim Klicken auf „Speicherplatz erstellen“ wird der Speicherplatz innerhalb von wenigen Sekunden erstellt.

Die Verwaltung vom Speicherplatz erscheint sehr übersichtlich und einfach zu Bedienen. Man hat eine Übersicht über alle Speicherplätze und dessen Zustand. Man kann sich auch alle Physischen Laufwerke mit dem Zustand anzeigen lassen. Dort ist es auch möglich, diese Laufwerke für das Entfernen vorzubereiten. Außerdem sieht man, wie voll eine Festplatte ist. Beim Speicherpool kann man die „Laufwerknutzung optimieren“. Wir vermuten, dass dann die Daten neu über die Festplatte verteilt werden.

Jetzt kopieren wir die Daten der 1,5TB Festplatte auf den Datenpool. Das sind 1.366 Dateien, die zusammen 145GB groß sind. Die Daten werden mit mehr als 100MB/s übertragen. Wenn viele kleine Dateien übertragen werden, dann ist die Geschwindigkeit allerdings sehr viel langsamer. Die Daten wurden in 40 Minuten übertragen. Windows hat beide 500GB Festplatten verwendet, aber nicht gleichzeitig. Man kann sehr deutlich erkennen, wann die externe Festplatte benutzt wird, weil diese natürlich sehr viel langsamer ist. Wie Windows entscheidet, welche Festplatte für welche Datei verwendet wird, können wir leider nicht sagen. Wir können aber sagen, dass bei uns beide Festplatten die gleiche Menge an Daten speichern müssen.

Als nächstes fügen wir die 1,5TB Festplatte zum Speicherpool hinzu. Dafür klicken wir einfach auf „Laufwerke hinzufügen“ und wählen die Festplatte aus. Die Laufwerknutzung wird automatisch optimiert. Das ist zwar gut, aber es dauert ziemlich lange. Nach der Optimierung waren die meisten Daten auf der 1,5TB Festplatte gespeichert.

Jetzt erstellen wir einen weiteren Speicherplatz auf dem Speicherpool, indem wir auf „Speicherplatz erstellen“ klicken. Wir würden sehr gerne als Dateisystem das neue REFS auswählen, weil dieses einige Vorteile hat, aber das ist nur bei der Zwei- und Drei-Wege-Spiegelung verfügbar. Als Resilienztyp wählen wir Parität aus, weil die Parität eine defekte Festplatte ohne Datenverlust aushält, aber nicht so viel Speicherplatz verbraucht wie die Zwei-Wege-Spiegelung. Für die Parität sind mindestens drei Laufwerke erforderlich. Der neue Speicherplatz ist 914GB groß. Jetzt übertragen wir die Daten vom NAS auf den neuen Windows 10 Server.

Die Geschwindigkeit der virtuellen Speicherplätze hängt von der Anzahl und Geschwindigkeit der Festplatten ab, trotzdem möchten wir an dieser Stelle unsere Testergebnisse auflisten. Die Ergebnisse sind von unserem Speicherplatz mit Parität.

Dateigröße: 4 KB
Lesen: 21 MB/s
Schreiben: 2 MB/s

Dateigröße: 8 KB
Lesen: 30 MB/s
Schreiben: 4 MB/s

Dateigröße: 16 KB
Lesen: 43 MB/s
Schreiben: 6 MB/s

Dateigröße: 32 KB
Lesen: 58 MB/s
Schreiben: 12 MB/s

Dateigröße: 64 KB
Lesen: 64 MB/s
Schreiben: 16 MB/s

Dateigröße: 128 KB
Lesen: 93 MB/s
Schreiben: 19 MB/s

Dateigröße: 256 KB
Lesen: 112 MB/s
Schreiben: 26 MB/s

Dateigröße: 512 KB
Lesen: 119 MB/s
Schreiben: 25 MB/s

Alle größeren Dateien hatten ähnliche Geschwindigkeiten.

 

 

Hier geht es weiter:

Teil 7 – Benutzer und Zugriffsrechte verwalten

 

Außerdem gibt es hier auch alle anderen Teile:

Teil 1 – Einleitung

Teil 2 – Hyper-V und virtuelle Maschine einrichten

Teil 3 – Remotedesktop für mehrere virtuelle Maschinen

Teil 4 – Leistung von Hyper-V und RemoteFX

Teil 5 – Sicherheit von Windows 10 verbessern

Teil 6 – Speicherpool einrichten

Teil 7 – Benutzer und Zugriffsrechte verwalten

Teil 8 – FTP-Server einrichten

Teil 9 – FTP-Server benutzen

Teil 10 – Energie sparen

Teil 11 – Das Ergebnis

 

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